Warum ich eigentlich blogge?

Kategorie: Alltag, Design/Foto

0 Kommentare / 13. August 2014

Ich habe ja schon sehr früh damit angefangen: Mit 13 hatte ich meinen ersten „Homepage-Baukasten“ von Lycos. Mit 14 hatte ich meine erste selbst gebaute Webseite – damals noch mit Frontpage, wobei ich ein bisschen die Sprachen HTML und CSS lernte. Und darauf das Jahr gestaltete und schrieb ich die Website schon komplett selber in Phase 5 (heute Notepad++).

Das Bloggen begann ich dann auch in etwa zu der Zeit.

Die Idee hatte ich, als ich viele Websites/Blogs von gleichaltrigen im Netz gefunden hatte und mir dachte „Wo haben die nur diese coolen Designs her?“ Natürlich selbst gemacht. Ich lernte von diesen Websites in dem ich mir den Quellcode ansah, Elemente gelöscht und neu hinzugefügt habe und schaute, was dann passierte. Learning by Doing. Wenn man genug Zeit hat, auch wirklich die beste Methode etwas zu lernen.

Es ist in dem Alter normal Vorbilder zu haben.

Meine Freunde hatten die Backstreet Boys und No Angels und ich die ganz normalen gleichaltrigen Mädels und Jungs die coole Dinge erschaffen und mit der Welt teilten. Ich wollte genauso gut werden und genauso interessante Blogeinträge schreiben – über das Leben – über mich. Damals einfach nur, weil ich auch gerne die Artikel anderer gelesen habe: Was erleben andere und wie sind ihre Gedanken dazu. Was ziehen sie sich an und was für Hobbys haben sie. Es entwickelte sich eine Blogger-Community und Freundschaften. Jeder teilte öffentlich seine Gedanken, Erlebnisse usw. und wir anderen kommentierten diese, stellten Fragen und schrieben unsere eigenen Gedanken zu diesem Thema auf. Damals noch auf eine kindliche Art und Weise.

Heute gibt es noch einige dieser Blogs.

Die Gestaltungen wurden altersgemäß schlichter, erwachsener und aufgeräumter. Die Artikel wurden immer anspruchsvoller, informativer und bieten einen Mehrnutzen, obwohl immer noch Erlebnisse und Erfahrungen nieder geschrieben werden. Ich hatte nach der Schule noch oft neue Designs entworfen und online gestellt aber das Bloggen vernachlässigte ich. Meine Gedanken wurden immer privater, erwachsener. Meine Zeit immer knapper. Mein Blog hat mir dabei geholfen meinen beruflichen Zielen näher zu kommen und der Mensch zu sein, der ich heute bin. Ohne diese Website hätte sich mein Leben vor ein paar Jahren sehr wahrscheinlich in eine ganz andere Richtung gedreht. Wahnsinn, wenn einem das bewusst wird!

Meine Frage in letzter Zeit: „Was soll ich schreiben, warum blogge ich?“ Mein verlangen danach immer stärker. Ich arbeite in einer Designagentur und dies tue ich auch sehr gerne und vielseitig. Aber ich brauche auch mein eigenes Ding, wo ich tun und lassen kann, was ich will.

Warum ich nun blogge?

Ich glaube es ist eine Art Selbsttherapie: Ich beschäftige mich mit etwas, was ich kann, ich muss niemanden etwas beweisen. Ich mache es, wie ich will. Ich verarbeite mit Design und Text Erlebnisse und Erfahrungen. Das brauche ich – ich habe es die ganze Zeit gemerkt. Nun wo ich aber wieder anfange zu bloggen möchte ich einen kleinen Mehrnutzen mit dem Erlebten bieten. Es geht zwar immer noch um das Leben – aber darum dreht sich doch auch alles.

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